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Archiv für den Monat Februar 2013

Wir leben in einer riesengroßen Blubberblase, hier, in unserer „westlichen“ Welt, der Welt, wo Existenzsorgen im äußersten Falle heißen, dass man vom Staat Haus& Brot bekommt. Niemand muss sich im Regelfall allzu großartig um sein Überleben bemühen, sich gegen den Tod verteidigen. Es wirft uns in ein großes Loch, dass wir nicht mehr jeden Tag um unser Leben sondern lediglich um das neueste iPhone bei dessen Erscheinen kämpfen müssen. Da ist es ja schon absolut natürlich, wenn man den Boden unter den Füßen verliert, besonders als „Künstler“. Depressionsstatistiken als Wohlstandsgesellschaftsindikator, da ist schon ein bisschen was dran.

Und doch bin ich glücklich. So glücklich und zufrieden hier und jetzt. Und wenn ich auch kaum ein paar Meter vom Abgrund entfernt bin, springe ich doch freudestrahlend über bunte Blumenwiesen, gleich direkt nebenan. Mit dem Rücken zur Klippe, versteht sich.

Es klingt kompliziert. Aber das ist es nicht.

Ich vermute, ich habe mich eines Tages für das Leben und gegen den Tod entschieden.

Ich bin gespannt, wie lange das gut geht.

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